WIR gestalten Schule: mit partizipativer Schulentwicklung Chancen stärken

Die Folgen ungleicher Bildungschancen aufgrund unterschiedlicher sozioökonomischer Herkunftsbedingungen von Schüler*innen sind eine enorme gesellschaftliche Herausforderung.

Schul­entwicklungs­programm für mehr Bildungs­gerechtigkeit

Mit WIR gestalten Schule wollen wir an den Schulen zusammen mit allen beteiligten Akteur*innen mehr Partizipation, Beziehungsorientierung, Verantwortungsübernahme und Potenzialentfaltung erreichen – und so die Schule der Zukunft gemeinsam gestalten.

Ziel von WIR gestalten Schule ist, dass Schulleitungen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Schüler*innen gemeinsam ein für ihre Schule individuelles und bedarfsorientiertes Schulentwicklungsprojekt konzipieren und umsetzen. Dadurch werden bildungsunabhängige Chancengerechtigkeit sowie die Zielgruppen Schüler*innen und Pädagog*innen gestärkt und letztlich die Schulkultur, das Miteinander an der Schule, verbessert.

Das Programm geht von September 2023 bis Dezember 2026. Teilnehmende Schulen sind fünf Realschulen plus und Integrierte Gesamtschulen in Ludwigshafen, Frankenthal und Worms. EDUCATION Y startet die Schulentwicklungsinitiative in Kooperation mit der BASF SE und dem Ministerium für Bildung des Landes Rheinland‑Pfalz.

Vision

Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft – die Chance haben, ihr Leben gelingend und erfolgreich zu gestalten. Dafür unterstützen wir die Entwicklung des Lernorts Schule und aller daran Beteiligten.

Unsere Vision

Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft – die Chance haben, ihr Leben gelingend und erfolgreich zu gestalten. Dafür unterstützen wir die Entwicklung des Lernorts Schule und aller daran Beteiligten.

Mit WIR gestalten Schule die Schulkultur in herausfordernden Lagen verändern

WIR gestalten Schule verknüpft mit dem buddY-Programm und dem Pilotprojekt #WirGestaltenSchule zwei bewährte Programme von EDUCATION Y zu einem Schulentwicklungsansatz, der alle Akteur*innen an Schulen erreicht. Dabei entwickeln Lehrkräfte und Schüler*innen gemeinsam mit der Schulleitung ein für ihre Schule individuelles und bedarfsorientiertes Schulentwicklungsprojekt und setzen es auch um. Wir möchten erreichen, dass Schule zu einem attraktiven Lern- und Arbeitsort für alle Beteiligten wird. Gleichzeitig stärken wir die Bedingungen für bildungsunabhängige Chancengerechtigkeit.

An wen richtet sich das Schul­entwicklungs­programm?

  • Wir stärken die Resilienz von Kindern und Jugendlichen an Schulen durch Selbst­wirksamkeits­erfahrungen und Partizipation und tragen zur Persönlichkeitsentwicklung und einer gelingenden Bildungsbiografie bei.
  • Wir stärken Lernbegleiter*innen (pädagogische Fachkräfte) durch gezielte Fortbildungen und Vernetzungsformate und tragen zur Persönlichkeitsentwicklung, Professionalisierung und Arbeitszufriedenheit bei.
  • Wir stärken Schulleitungen durch regelmäßige, individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte, Einzelcoachings sowie ein einmal jährliches intensives Austauschformat mit allen beteiligten Schulleitungen; wir tragen zu einer Professionalisierung der Führungsrolle und zur systemischen und nachhaltigen Wirkung der Programmergebnisse bei.
  • Wir stärken den Lernort Schule durch den ganzheitlichen „Whole School Approach“ und tragen dazu bei, dass Schule in Zeiten von Lehrermangel als attraktive Lern- und Arbeitsumgebung gestaltet wird. So fördern wir auch die Fachkräftebindung.
  • Wir stärken Kommunen durch den Aufbau und die Verankerung lokaler Netzwerke und tragen zur Entwicklung des Lernorts in herausfordernder Lage bei.

Wie werden die teilnehmenden Schulen begleitet?

Die drei Zielgruppen (Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler*innen) erhalten intensive an ihren individuellen Bedarfen ausgerichtete Trainings, Coachings sowie Vernetzungsangebote. Die erprobten fünf Formate sind:

  • Coaching der Schulleitung
  • Training der Lehrkräfte
  • Workshops mit Schüler*innen
  • Netzwerktreffen der beteiligten Schulen
  • Steuerungskreissitzungen

Die Module

Schulleitungscoachings sind ein wichtiger Teil des Programms mit dem Ziel, dass erfolgreiche systemische Veränderungsprozesse von der Schulleitung angestoßen und getragen werden. Schulleitungen werden in ihren Führungskompetenzen gestärkt sowie in der zukunftsorientierten Arbeit und ihrer Vorbildfunktion unterstützt.

Lehrkräfte sind angesichts vielfältiger Herausforderungen zunehmend im Schulalltag belastet. Daher sind die Lehrkräftetrainings auf die individuellen Bedürfnisse der teilnehmenden Schulen abgestimmt. Der Auftakt an den Schulen findet als pädagogischer Tag für das gesamte Kollegium statt.

Schüler*innen bringen sich aktiv in die Gestaltung des Schullebens ein. Inhalte der Schüler*innentrainings sind unter anderem Kommunikation und Konfliktbewältigung, Zusammenarbeit im Team und Selbstorganisation – wichtige Handlungskompetenzen, um künftige Anforderungen gut eigenständig meistern zu können. Wir setzen gezielt Methoden ein, die Selbstwirksamkeitserleben und Peer Group-Education fördern. Durch die strukturelle Verankerung von Schülerinnenpartizipation verändert sich die Lehr- und Lernkultur positiv. Wir wissen, dass Schulen in herausfordernden Lagen besonderen Anforderungen unterliegen. Gerade der Austausch von Schulen untereinander hat in den vergangenen Projekten gezeigt, wie wichtig Netzwerkveranstaltungen sind. Die Kommunikation auf Augenhöhe vor Ort an den teilnehmenden Schulen ist deshalb ein essenzieller Bestandteil des Schulentwicklungsprojektes.

Das Projekt wird begleitet von einem Steuerungskreis, der mit Vertreter*innen des Ministeriums für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz (ADD), der BASF SE und der teilnehmenden Kommunen besetzt ist. Neben dem gemeinsamen Austausch wird hier eine systemisch-nachhaltige Veränderung in den Blick genommen.

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